BAUMEISTER stellt die komplexe Arbeitswelt von Architekten dar und zeigt Architektur in ihrer ganzen Emotionalität und Faszination. Spannendste Architekturprojekte, herausragende Innenarchitektur und Designinnovationen sowie Interviews mit den wichtigsten Köpfen der Branche. In vor Ort recherchierten Reportagen und exklusiven Essays werden die zentralen Fragen der Architekturwelt thematisiert.
Mehr als Grün
Räume, die nicht nur funktionieren, sondern regenerieren GGGGrrrrün • Grüne Stadtquartiere – im konkreten wie auch im übertragenen Sinn – sind längst keine Vision mehr, sondern eine notwendige Antwort auf die klimatischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen unserer Städte. Planung, Architektur und Landschaft können neue Allianzen bilden, um Räume zu schaffen, die neben ihren üblichen Funktionen auch regenerieren; Pflanzen sind dabei nicht nur dekorative Beigabe. Auch geht es um neue Mobilitätsformen, robuste Materialien, intelligente Systeme – kurz, wenn die Stadt nicht länger als Summe einzelner Gebäude verstanden wird, sondern als lebendiges Gefüge, das nur dann zukunftsfähig wird, wenn es atmen kann.
Vertikaler Garten • Üppiges Grün vor dem Balkon mitten in der Stadt – diesen Wunsch haben sich die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Mehrfamilienwohnhauses namens Ekko in Bordeaux erfüllt, einer Stadt, deren gemäßigtes, ozeanisches Klima immer öfter von Hitzewellen betroffen ist. Eine fünf Geschosse hohe, grüne Klimazone erweitert das Gebäude, kühlt im Sommer, während das fallende Laub im Winter viel Licht hineinlässt.
Arbeitsoase • Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Homeoffice zu locken, müssen Immobilienentwickler wie Architekten erfinderisch sein. Hier im Ostend von Frankfurt am Main entstand das „Atreeum“, eine idyllische, introvertierte, grüne Bürolandschaft mit einer Schutzhülle als Lärmpuffer. Wir befragten Claudia Meixner und Florian Schlüter (MSW), wie es dazu kam.
Höhle für die Kunst • Ein Unort bildet den Bauplatz: „Calder Gardens“ nimmt eine trapezförmige Restfläche zwischen zwei Stadtautobahnen und ihren Zubringern ein. Die Architekten graben den Bau ein, bedecken ihn mit Grün und verwandeln ihn in einen entrückten Ort, nur der Kunst Alexander Calders gewidmet.
Nachhaltige Raumverhandlungen • Die Förderung von Nachhaltigkeit in bestehenden Wohnquartieren ist Ziel des Forschungsprojekts „Hannover-Hildesheim Urban Living Lab for Sustainability“ (HULLS). Eine Siedlung bei Hannover mit Zeilenbauten aus den 1960er-Jahren, die saniert werden, ist multidisziplinäres Forschungsobjekt: Dort soll ein Pavillon als Schnittstelle für Angebote und Aneignung entstehen – unterstützt von einem Sozialroboter.
Lichtung aus Glas • Das winzige Berliner Grundstück ist auf einer Seite von der alten Stadtmauer zwischen Deutsch- und Böhmisch-Rixdorf und auf der anderen von einer fünfstöckigen Mietskaserne eingefasst. Dazwischen hat der Architekt mit viel Humuserde ein grünes Miniatur-Paradies geschaffen, das er getrost sich selbst überlassen kann.
Bunte Mischung • Im Osten Nürnbergs sollte ein eigenständiger, „grüner“ Stadtteil zwischen Gewerbegebiet, Bahnstrecke und verkehrsreicher Einfallstraße entstehen – eine neue Heimat für eine bunte Bewohnerschaft. Vier variantenreiche, introvertierte Blöcke bilden das „Regensburger Viertel“ mit einem zentralen Platz und ein paar Geschäften in seiner Mitte. Alle 35 Häuser sind zwar verwandt, doch es gibt Eck- und Torhäuser sowie auch geknickte Grundrisse. Vor allem aber profitiert das Quartier vom dichten Grün in der Umgebung.
„Die Lust am Mitgestalten sollte gestärkt werden“ • Wie können Quartiere zu Motoren für Zusammenhalt, Nachhaltigkeit und Lebensqualität werden? Wir befragten dazu Angela Hantke vom Lehn und Andrea Keller von der Koordinierungsstelle „Quartiersakademie Baden-Württemberg“. Es geht um neue...